Category Archives: Allgemein

Bayerncup Lauf Landshut

Am Samstag, dem 22.06. 2019 fand das zweite Aufeinandertreffen der, am diesjährigen Bayerncup teilnehmenden Mannschaften aus Südbayern, im Landshuter Speedwaystadion in Ellermühle statt. 

Nach dem überraschenden Sieg der, für den BBM gestarteten Nachwuchstalente beim ersten Lauf waren die Erwartungen diesmal natürlich höher geschraubt.  

Doch Pech und die berüchtigte Defekthexe verhinderten eine lineare Fortsetzung des Höhenfluges.    

Immerhin schaffte unsere Riege mit nur 1 Punkt Rückstand auf die Landshuter “Platzhirschen” den 3. Platz. 

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Rudi Kastl schon Achtzig!

Eines der “Urgesteine” des BBM und einer unserer erfolgreichsten Sportler sowohl auf Grasbahnen, langen Sandbahnen und auch im Speedway, war, wie schon in seiner aktiven Rennfahrerlaufbahn für die meisten Konkurrenten, zu schnell für eine termingerechte Bekanntmachung des Ehrentages.  

Seinen sportlichen Weg beschreiben ist schon länger geplant, aber es dürfte noch eine Weile, wahrscheinlich bis zum Ende der Saison dauern, bis es hier zu lesen sein wird. 

Immerhin der Tag, der sich am 2ten Mai  das  achtzigste mal  jährte , sei hier genannt. 

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Erste Rennerfolge 2019 für den BBM

Liebe Freunde des BBM,

das Sportjahr hat für die Aktiven des BBM mit erfreulichen Erfolgen begonnen, also Grund genug, darüber zu berichten.

Am letzten Samstag, dem 27. April, startete der Speedway Cup für den Nachwuchs aus Bayern in Neustadt an der Donau.
Dank der unermüdlichen Arbeit unseres Sportleiters Robert Grichtmeier gelang es dem BBM eine eigene Mannschaft zu rekrutieren und auch erfolgreich Unterstützung bei Sponsoren zu finden.
Doch fast sensationell zu nennen ist der sportliche Erfolg im ersten Ligarennen.
Da verwies doch das BBM Team, die hoch favorisierten Mannschaften aus Olching und Landshut auf die Plätze.
Nicht unerwähnt soll dabei bleiben, der BBM hat als einziger der an der Meisterschaft teilnehmenden Vereine das große Handicap, keine eigene Bahn für Trainings und Ausbildung zu besitzen! Die Namen der Starter und die erzielten Punkte findet ihr im Beitrag am 27. 04. geschrieben vom Präsident

Schon am Osterwochenende begann für die Aktiven des Strassenrennsports die Klassik-Meisterschaft in Franciacorta in der italienischen Emilia Romagna gelegen.
Unser Gespannfahrer, der Claus Pickl konnte nur antreten, weil er nicht nur seine Sidecarmaschine über den Winter technisch verbessert hat, sondern die leidige Frage nach einem geeigneten und zuverlässigen Copiloten in letzter Minute mit dem Jens aus dem sächsischen Meissen zu lösen gelang.
Schon die Trainingsläufe zeigten, die Männer und das Fahrzeug harmonierten gut miteinander . Nur ein kleiner Rahmenbruch störte am Samstag die Vorbereitung auf den Rennsonntag.
Dank der sprichwörtlichen Hilfsbereitschaft im Fahrerlager gelang es die Maschine wieder für den Renntag startklar zu bringen.
In Rennen 1 lag das BBM Gespann bis zur vorletzten Runde auf Platz 5 im Kampf mit der Konkurrenz.
In der letzten Runde schaffte das Team die Überraschung noch auf Platz 3 vorzufahren und damit auf das Siegerpodest zu steigen.
Rennen 2 lief noch besser, nachdem das Gespann schon nach 3 Runden wieder Platz 3 übernahm, schafften sie es, den dahinter lauernden Gegnern langsam aber sicher zu enteilen. So stiegen sie nach einem fehlerfreien Rennen abermals auf das “Stockerl”.
Es ist noch zu früh über die Chancen in der Meisterschaft zu spekulieren, aber der Einstieg kann sich sehen lassen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft gemeinsam weiter machen kann.
Für mich war es ein schönes Wochenende, weil ich daneben noch einigen Fahrern nützliche Tipps bezüglich Abstimmung, Technik und Fahrweise geben durfte.
Aber wie das halt manchmal so ist, ohne die Hilfestellung hätte sich einer der beratenen eine Gehirnerschütterung wegen Highsider erspart.

Davon abgesehen lief die, vom Team um Manfred John organisierte, Veranstaltung mit 350 Startern wie am Schnürchen.

Es wäre schön, wenn der DMSB, als offizielles Organ sich darüber mal Gedanken machen würde.

G. Belm weiterlesen

Horst Kassner

Am Ostersonntag ist der bekannte deutsche Motorradrennfahrer und Motorradtechniker Horst Kassner im Alter von 81 Jahren verstorben. Auf der Internetseite von speedweek und classic.de kann ausführlich über den sportlichen Werdegang vom Horst nachgelesen werden.

Viele BBM – Mitglieder kannten den Horst persönlich, vielleicht aus der Zeit der Tankstelle in Karlsfeld oder haben ihn bei einem Rennen irgendwo getroffen und ein „Fachgespräch“ mit ihm geführt. Jegliche Art von Mechanik – Technik weckten sein Interesse. Selbst eine eigene Idee zu haben und eine entsprechende Konstruktion zu planen und auszuführen – das war für den Kassner Horst die größte Freude!

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Moto GP 2018

19.03.2018
Liebe Freunde des BBM und des Motorradsports

Auch wenn es bei uns momentan eher nach Winteranfang aussieht, das Pokern um die Kräfteverhältnisse der Teams und Hersteller bei den Wintertests hat ein Ende, die erste Schlacht in der Wüste von Katar bei sommerlichen Bedingungen, ist geschlagen.
Doch bevor wir uns dazu Gedanken machen, müssen wir den Verlust zweier Großer des Rennsports betrauern.
Der großartige Schweizer Gentlemen und vierfache Weltmeister aus den 6o er Jahren auf Honda Werksmaschinen, Luigi Taveri, starb an den Folgen eines Schlaganfalls mit 89 Jahren, nach einem vorbildlichen Leben.
Doch der Tod mit nur 51 Jahren durch Herzinfarkt von Ralf „Waldi“ Waldmann traf uns völlig unerwartet. Der immer liebenswürdige und freundliche zweifache Vizeweltmeister aus dem Team HB unter Dieter Stappert und mit dem genialen Sepp Schlögl als Technikchef lieferte sich großartige Rennen u.a. mit Max Biaggi, Oliver Jacque, Loris Reggiani um nur einige der damals weltbesten Rennfahrer zu nennen. Schon sein Vater, Erich war auf Adler Maschinen ein erfolgreicher Rennfahrer, der, ich glaube es war 1961, in Neubiberg das Flugplatzrennen gewann. Sohn Ralf war ein begnadeterer Rennfahrer, besonders im Regen, der dabei die Vorteile der Hinterradbremse mehr als die meisten seiner Gegner zu nutzen wusste. Unvergesslich wie er in Japan trotz Sturz das Rennen bei stärkstem Regen gewann. Ähnlich war es in England, als er mit Regenreifen zu Beginn überundet wurde, aber im zunehmenden Regen sich immer besser in Szene setzen konnte und schließlich in der letzten Kurve vor der Zielankunft an die Spitze setzte und noch gewann.
Er war ein totaler „Bauchmensch“ mit entsprechend überraschenden Entscheidungen. Sein Talent als Fahrer war fast unglaublich.
Im Leben abseits der Rennstrecken war ihm das Glück nicht immer hold, doch er blieb immer der freundliche Bursche, wie wir ihn in Erinnerung behalten werden.
Als er vor zwei Jahren den Job des Experten für „Eurosport“ bei den Moto GP Übertragungen übernahm, hatte er sichtbar seinen Traumjob nach der Rennerei gefunden.
Alle, die mit ihm zu tun haben durften, werden noch viel Zeit brauchen, bis sie sein Fehlen akzeptieren können.
Damit wollen wir es belassen und wenden uns dem aktuellen Geschehen des Wochenendes zu, wie sich das auch der „Waldi“ wünschen würde.
Wie jedes Jahr, mussten wir uns in den Trainings an die teilweise veränderten Teamfarben und Fahrernamen in den einzelnen Klassen gewöhnen.
Die deutschen Farben werden, dank der „großartigen“ Nachwuchsarbeit des DMSB, von Philip Öttl in der kleinen Klasse und von Marcel Schrötter in der Moto 2 hoch gehalten! Deutsche Starter in der Toppklasse sind leider Fehlanzeige.
Die wahre Leistungsfähigkeit konnte nur Marcel mit dem 7. Platz zeigen, denn Philip wurde Sturzopfer bei den jungen „Raufbolden“ der Moto3.
Ob und wann Jonas Folger wieder zurück kommt, steht in den Sternen. Im Verlauf dieser Saison wohl kaum. Da bleibt nur der viel geschmähte Stefan Bradl, der vielleicht Dank seines Testfahrerjobs bei HRC, die Chance bei den geplanten Wildcard Einsätzen für die Fortsetzung seiner Moto GP Karriere nutzen kann, aber leicht wird das sicher nicht werden.
In allen drei Klassen ist ja die Leistungsdichte so groß wie nie zuvor in der Weltmeisterschaft, seit ihrem Beginn im Jahre 1948.
Wie sinnvoll es ist, die Piloten mit 350 km/h die Geraden entlang rasen zu lassen, ist eine andere Frage. Hoffentlich bedarf es nicht erst eines Horrorunfalls, bis sich die Verantwortlichen diesbezügliche Gedanken machen.
Auffällig wie die Hersteller technisch immer gleichwertiger geworden sind, nur KTM konnte sich diesmal nicht steigern, nur böse Zungen können behaupten, dies liege am fehlen von Localheros aus Österreich. Wenn die Alpenrepublik keine Rennfahrer auf WM Niveau hat, liegt es nicht am fehlenden Mut oder Talent der Burschen der Skination, sondern ähnlich wie bei uns, am Fehlen einer ernsthaften nationalen Rennserie.
Positiv war, wie gut hier die Michelin Reifen funktioniert haben, es gab zumindest diesmal wenig Vorderradstürze.
Über Titelfavoriten zu spekulieren, ist noch zu früh. Aber das Siegerpodest der Moto GP war wohl schon ein Fingerzeig für das was vor uns liegen dürfte.
Fast unglaublich, wie sich der „Doctor“ immer wieder motivieren kann und absolut siegfähig ist, auch in seiner 21. WM Saison. Komisch sah der Sturz von Lorenzo aus, sicher durch ein technisches Problem ausgelöst.
Unser vorläufiges Fazit, wir stehen vor einer sehr spannenden Saison, die sicher häufig wechselnde Sieger mit sich bringen wird und viele Überraschungen erwarten lässt.

Viel Spaß damit wünscht euch

Günter Belm

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Weshalb kommt man zum Motorradsport?

Liebe BBM Mitglieder und Sportfans,

in Saschen aktiver Rennsport befinden wir uns zumindest in Mitteleuropa inzwischen in der „Staden Zeit“, also eine gute Zeit für Themen die nicht direkt mit Sporterfolgen zu tun haben.

Viele Aktive lecken die finanziellen und auch körperlichen Wunden, die ,die abgelaufene Saison ihnen bereitet haben. Andere stecken bereits in der Planung der 2018 er Saison, die gewöhnlich schneller kommt, als einem, auf der einen Seite lieb sein kann, weil vielleicht weder die Finanzierung noch die, am  besten geeignete Klasse  nicht fest steht. Auf der anderen Seite, denken sicher viele schon mit Ungeduld an das erste Kräftemessen, mit neuem, oder verbessertem fahrbaren Untersatz, um sein Können wirkungsvoll präsentieren zu können.

Am Beispiel von Boris ein Erklärungsversuch, wie man zum Rennsport kommen kann.

Für Außenstehende ist es nur schwer zu verstehen, wie es zu der fast widersinnigen Opferbereitschaft an Zeit und Geld kommt, die, neben dem obligatorischen Talent und Durchsetzungsvermögen, Voraussetzung für Erfolge im Motorradrennsport sind.

Vielleicht trägt der angehängte Artikel unseres Clubfahrers Boris Pütz, der eigentlich für die Redaktion der Internationalen Zweitaktmeisterschaft (IGK) verfasst wurde, bei manchem Interessierten ein wenig dazu bei, die idealistischen Beweggründe für das Engagement zu erkennen.

Es wäre eine Bereicherung für  unsere Site, wenn sich auch andere Aktive über ihre persönlichen Beweggründe für die Hinwendung zum Rennsport  öffnen würden.

Viel Freude bei der Lekture des Portraits.

G. Belm

Werdegang einer IG Königsklasse Karriere[603]

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IDM und (oder) DMSB am Ende

Wie gestern über die einschlägigen Medien kolportiert wurde, wird die IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) im Jahre 2018 nicht mehr fortgeführt.
Was bedeutet das für den Motorradsport in Deutschland im Ganzen?

Die einst international erfolgreiche Nachwuchsschmiede für erfolgreiche WM Piloten ist in den letzten Jahren immer mehr geschrumpft.
Statt nach Lösungen zu suchen, wurden die sinkenden Starterzahlen durch Zusammenlegung und Schaffung neuer Rennkategorien übertüncht, vielleicht in der Hoffnung es werde sich schon wieder selbst zum Guten wenden, oder egal ob es weiter geht, wir haben ja noch den Automobil Rennsport, mit seiner ungleich größeren Lobby.

Den Sprung in die Weltmeisterschaft hat als letzter deutscher Starter vor fast sechs Jahren der Philip Öttl geschafft, doch ohne seinen umsichtigen und engagierten Vater, ja, und seinen Jahren in der spanischen Meisterschaft wäre das nicht gelungen. Auch Stefan Bradl und Jonas Folger haben sich dort ihre GP Reife erarbeitet. So bleiben nur noch Marcel Schrötter und Sandro Cortese, die mit der IDM als Sprungbrett in die WM kamen. Nicht ganz, denn auch Dominik Aegeter, Tom Lüthi, Jack Miller und Karel Abraham, zwar keine Deutschen, fuhren IDM bevor sie in die Moto GP Klassen aufstiegen.
Der einzig erfolgreiche Dauerbrenner als Markencup, der Yamaha Dunlop R6 Cup, er brachte immerhin zuletzt den Schweizer Jesco Raffin (Moto2) hervor, wird sicher an eine andere Serie angeschlossen werden, was aber sicher die Kosten für Fahrer und Teams erhöhen wird.

Wenn wir im Straßenrennsport weiter zurück blicken, etwa in die Jahre vor der Wiedervereinigung, erinnern wir uns, schon damals schmolzen die Teilnehmerzahlen der damaligen DM deutlich, nur der Motorradrennbegeisterung im Osten ist die Zunahme an Startern und Teams in den Folgejahren zu verdanken.
Ein derartiger Schub ist aber nicht mehr zu erwarten, den Funktionären des DMSB scheint es egal zu sein, es gibt ja noch die DTM, als Betätigungsfeld.
Noch, denn wie es nach dem Ausstieg von Mercedes Benz aussehen wird, ist zumindest ungewiss, bei der Sorglosigkeit, mit der bei dieser Dachorganisation, Probleme erkannt und abgearbeitet werden.

Der Straßenrennsport ist hier nur die Sparte, die ich zu beurteilen wage, aber auch der Bahnsport hat zumindest nach den Zahlen der Zuschauer bei den Rennen und der öffentlichen Wahrnehmung Grund zur Sorge für die Zukunft.

Gegensätzlich entwickelt sich der Hobbyrennsport und der Historische Rennsport mit Motorrädern, finanziert aus Mitteln der Teilnehmer, die sich ihr Hobby leisten können.
Ohne Rahmenprogramm, das auch Besucher anlockt, die nicht wegen der Rennen kommen, wird Leistungssport mit Motorrädern sanft entschlafen.
Herxheim war dieses Jahr mit der Openairparty am Vorabend des Renntages eine positive Ausnahme, eine Idee die wert ist, diskutiert zu werden.

Woran liegt es, dass das Image des Sports bei uns nicht so ist, wie es in anderen Ländern üblich ist.

Es wäre schön, wenn diese Zeilen zu einer lebhaften Diskussion führen und freue mich auf jede Stellungnahme.

Günter Belm weiterlesen